Solaranlagen und Steuern – was Sie beachten sollten

Solaranlagen und Steuern – was Sie beachten sollten

Sonntag, 25. Juni 2017
Strom erzeugen

Sonne, Mond und … Steuern – die sind einfach immer da. So sicher, wie morgens die Sonne aufgeht, hält Vater Staat die Hand auf, sobald sich eine Gelegenheit bietet. Auch bei Erzeugern von Sonnenenergie.

Umsatzsteuer bezahlen – Vorsteuer kassieren?

Wer Strom aus Solarpanelen gewinnt und ins Netz einspeist, wird damit aus Sicht des Fiskus womöglich zum Unternehmer, wie die F.A.Z. meldet. Knackpunkt ist die Regelmäßigkeit. Besteht etwa ein Vertrag mit dem Netzbetreiber, spricht das für eine regelmäßige Einspeisung. In diesem Fall wird Umsatzsteuer fällig. Liegt der erzielte Umsatz im ersten Jahr unter 17.500 Euro und für das folgende Jahr voraussichtlich unter 50.000 Euro, ist der private Stromerzeuger aber von der Umsatzsteuer hierauf befreit.

Dach zu vermieten?

Wer auf die Befreiung verzichtet, muss auch auf den privat genutzten Strom Umsatzsteuer entrichten. Dafür kann sich der Betreiber der Solaranlage in diesem Fall die 19 % Vorsteuer für die Anschaffung der Anlage erstatten lassen. Vorausgesetzt, die Anlage gehört zum umsatzsteuerlichen „Unternehmen“ des privaten Betreibers.

Wer sein Dach an andere vermietet, die ihrerseits eine Solaranlage darauf betreiben, hat die Möglichkeit den umsatzsteuerlichen Vorsteuerabzug wahrzunehmen; durch die Option zur Steuerpflicht für die Vermietung. Eine Dachsanierung als Teil der Installation der Solaranlage birgt die Chance, zusätzlich Vorsteuer abzuziehen. Entscheidend dafür ist unter anderem die Höhe der Miete fürs Dach, diese darf nicht nur symbolischer Natur sein.

Lohnt sich eine Solaranlage überhaupt noch?

Ob mit Miete fürs Dach oder als eigenverantwortlicher Produzent zur Deckung des eigenen Energiebedarfes: Sind Solaranlagen sinnvoll? Sprich: Zahlt die Investition sich aus? Laut focus.de sogar mehr denn je. Der Grund: Zwar sinkt die Einspeisevergütung – also der Preis, den man erzielt, wenn man Energie aus Solaranlagen ins Netz einspeist. Dafür sind heute die Solaranlagen selbst und deren Installation günstiger. Dazu kommt: Der Strom aus der Steckdose wird seit Jahren teurer, vor allem aufgrund ständig steigender Abgaben, Entgelte und Steuern. Selbst produzierter Solarstrom ist weit günstiger. Wer beispielsweise tagsüber viel daheim ist und den Strom nutzt, ist schnell auf der Renditeseite. Es gilt: Je mehr Solarstrom man selbst verbrauchen kann, desto rentabler ist die Installation einer Photovoltaik-Anlage.

Ob sich die Produktion von Solarstrom rechnet, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:

  • Wie viel Strom kann ich produzieren?
  • Was kosten die Module, wie lange halten sie garantiert?
  • Wie entwickelt sich der Strompreis am Markt?
  • Wie viel Strom kann ich selbst verbrauchen?

Wer diese Fragen - im Zweifel mit Hilfe von Fachleuten - beantwortet, kann im positiven Fall eine satte Rendite von rund 10 % erzielen. Und das ist in der heutigen Zeit schon ein Wort. Es lohnt sich also, genau hinzuschauen

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